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DSGVO Website Checkliste 2026: Was Pflicht ist (komplett)

Die DSGVO verunsichert viele Webseitenbetreiber — dabei lassen sich die wichtigsten Pflichten mit einer klaren DSGVO Checkliste für Websites strukturiert abarbeiten. Ob Impressum, Datenschutzerklärung, Cookie-Banner, SSL-Zertifikat oder lokal gehostete Google Fonts: In diesem Beitrag erhalten Sie eine rechtssichere Website Checkliste, die alle Anforderungen verständlich zusammenfasst — ohne Juristendeutsch. Denn eine DSGVO-konforme Website ist keine Kür, sondern Pflicht: Verstöße können Abmahnungen und Bußgelder nach sich ziehen. Diese Checkliste gilt für alle kleinen Unternehmen, Praxen, Restaurants und Dienstleister, die eine Website betreiben oder erstellen lassen. Stand: März 2026, berücksichtigt aktuelle Rechtsprechung zu Cookies, Tracking und Schriftarten.

Hinweis: Ich bin kein Anwalt. Diese Informationen ersetzen keine Rechtsberatung, sind aber ein guter Ausgangspunkt.

DSGVO Checkliste Website: Alle Pflichten auf einen Blick

Impressum: Pflichtangaben vollständig und korrekt

Pflicht für jede geschäftliche Website in Deutschland. Muss enthalten: vollständiger Name, Adresse, Kontaktdaten, ggf. Handelsregisternummer. Muss von jeder Seite mit maximal 2 Klicks erreichbar sein.

Datenschutzerklärung: Was rein muss

Pflicht, sobald Sie personenbezogene Daten verarbeiten (und das tut jede Website, allein durch Server-Logs). Muss beschreiben: welche Daten, warum, wie lange, und welche Rechte der Nutzer hat.

SSL-Zertifikat: HTTPS ist Pflicht

Technisch keine DSGVO-Pflicht, aber eine Pflicht nach TTDSG wenn Sie Formulare haben. Google wertet HTTP-Seiten außerdem ab. Es gibt keinen Grund, 2026 noch kein SSL zu haben, bei den meisten Hostern ist es kostenlos.

Cookie-Banner: Wann er wirklich nötig ist

Nur nötig, wenn Sie nicht-essentielle Cookies setzen. Dazu zählen: Google Analytics, Facebook Pixel, Marketing-Tools. Rein technische Cookies (Session, Warenkorb) brauchen kein Banner.

Wichtig: Das Banner muss eine echte Wahl bieten. "Alle akzeptieren" als einzigen großen Button und "Ablehnen" winzig versteckt, das ist nicht rechtskonform.

Google Fonts lokal hosten: Warum das Pflicht ist

Wenn Sie Google Fonts per CDN laden, werden IP-Adressen an Google (USA) übertragen. Seit dem LG-München-Urteil von 2022 ist die Einbindung von Google Fonts über Google-Server ohne Einwilligung unzulässig. Lösung: Fonts herunterladen und lokal hosten. Das ist technisch einfach und kostet nichts.

Kontaktformulare DSGVO-konform einrichten

Jedes Kontaktformular auf Ihrer Website verarbeitet personenbezogene Daten. Das bedeutet:

  • Datenschutzhinweis direkt am Formular (nicht nur in der Datenschutzerklärung)
  • Checkbox mit Verweis auf die Datenschutzerklärung (nicht vorausgefüllt)
  • Datenminimierung: Nur die Felder abfragen, die wirklich nötig sind
  • Verschlüsselte Übertragung (HTTPS ist Pflicht)

Newsletter und Double-Opt-In

Für Newsletter gilt: Double-Opt-In ist Pflichtverfahren in Deutschland. Der Nutzer muss seine Anmeldung über einen Bestätigungslink aktiv bestätigen. Dokumentieren Sie jeden Anmeldeprozess mit Zeitstempel und IP-Adresse. Keine vorausgefüllten Checkboxen.

Google Analytics und Tracking: Was 2026 noch erlaubt ist

Seit Inkrafttreten der DSGVO und aktueller EuGH-Rechtsprechung gilt:

  • Google Analytics nur mit Einwilligung (Cookie-Banner mit Opt-In)
  • Server-side Tracking als datenschutzfreundliche Alternative
  • Matomo als selbstgehostete, cookielose Alternative (in vielen Fällen ohne Einwilligung nutzbar)
  • Facebook Pixel, Google Ads Conversion Tracking: Immer einwilligungspflichtig
  • Tipp: Je weniger Tracking-Tools Sie einsetzen, desto weniger rechtliches Risiko

Webdesign DSGVO-konform umsetzen: Technische Anforderungen

Technische Anforderungen für eine DSGVO-konforme Website:

  • Google Fonts lokal hosten (nicht über Google-Server laden)
  • Google Maps als statisches Bild einbinden oder mit Opt-In-Lösung
  • YouTube-Videos im erweiterten Datenschutzmodus einbetten
  • Externe CDNs und Schriften prüfen (jede externe Anfrage überträgt IP-Adressen)
  • Keine Datenübertragung in Drittländer ohne Rechtsgrundlage

Rechtssichere Website Checkliste: Die häufigsten Fehler

Die 5 häufigsten Fehler, die ich bei Website-Checks finde:

  1. Google Fonts extern eingebunden (Abmahnrisiko)
  2. Cookie-Banner ohne echte Wahlmöglichkeit (Opt-Out statt Opt-In)
  3. Kontaktformular ohne Datenschutzhinweis
  4. Veraltete Datenschutzerklärung (vor 2024 erstellt)
  5. Kein SSL-Zertifikat auf Kontaktseiten

Mein Tipp

Halten Sie es einfach. Verzichten Sie auf Tools, die Sie nicht wirklich brauchen. Kein Google Analytics, kein Facebook Pixel, keine externen Fonts, und Ihr Cookie-Banner wird zum Einzeiler. Weniger Tracking = weniger DSGVO-Stress.

Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihre Website alle Anforderungen erfüllt, schauen Sie sich auch die Barrierefreiheits-Pflichten ab 2026 an. Und falls Sie eine Website für eine Arztpraxis betreiben, gelten zusätzliche DSGVO-Anforderungen für Gesundheitsdaten.

Jasser Seyam Webdesigner aus Oldenburg
Jasser Seyam
Webdesigner & Entwickler aus Oldenburg
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